2010-04-19

grosse hände



ich habe henning scherf zugenickt. und henning scherf hat mir zugenickt. wir nickten uns zu und in unseren augen erkannten wir die gemeinsame bruderschaft der kinnlosen.
so etwas passiert, wenn man sich die zeit nimmt, um in ein sinfonieorkester geschleppt zu werden und mit spätromatischem gedudel aus 80 stolzen tröten, gebläsen, fiedeln und tschingerassabumms massiert wird. interessant allemal, allerdings bemerkt man auch, dass wir doch sehr melodienverwöhnt aufgewachsen sind und der ohrwurm, den man hinterher auf der edlen städtischen kermik pfeift, bei genauer analyse der imperial march ist. nur: der kam eben nicht von bruckner und von berg auch nicht. seis drum.
dann gings gestern bouldern. dabei hopst man wie ein äffchen steile wände hoch und krallt an vorsprünge und beim ersten sprung wieder runter vom 5meter hohen brett wünscht man sich kurz, dass doch unten der grausame säbelzahntiger lauerte und man einen grund hätte, einfach oben die bouletten auszupacken und erstmal zu überwintern, oder mindestens zu warten, bis dieser sich an einem anderen kletterer sattgegessen hat. nichts dergleichen. also runtergehopst, es herrlich weich gefunden und gleich wieder rauf. und so geht das dann 2-3 stunden, bis die arme lahm sind und man dann eben doch wie ein äffchen - zumindest um die arme rum - aussieht. ein üblicher sinnspruch meiner familie zu dieser lage heisst: " man kann sich im stehen die schuhe zuknoten". das kann ich heute noch. gestern ging das sogar bei meinem nebenmann. aber: es war toll und wird wiederholt, sobald die haut an der hand nachgewachsen ist....

1 Comments:

At 11:46 AM, Blogger Michael said...

I am the Apeman
You are the Apeman
We are the Apemen!!!
Rugugiguuuuuhhhh!!!!!!
Na dann schmier schön Bärenfett auf die geschundenen Hände und beim nächsten mal dann aber der erste 2000er!

 

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