2011-10-18

mit dem fisch an der wand durch den putz



zeit definiert sich aus der summe aller sekunden auf einer uhr mal der menge der blicke die man ihr würdigt. schaut man nicht drauf ist sie zwar irgendwie weg, aber man hat sie weder gesehen noch weiss man wo sie genau hin ist. verloren ist dann das wort dafür, aber was war denn da eigentlich zwischen 8 und 7 uhr. ein arbeitstag oder viel schlaf oder was auch immer. eigentlich macht das alles nichts, solange man nicht zum zeiger wird und sich mit jedem kleinen klick des uhrwerks geschüttelt und zur seite geworfen fühlt. bei arbeit kann das manchmal so sein und so ists auch ganz klar, dass man danach wiederum zeit braucht, um den schwindel zu bekämpfen. beim schlaf ist das glücklicherweise nicht so. ich habe zumindest noch nie jemanden  erlebt, der sich über zu langen schalf beschwert hat oder von aller die zeitumherschüttelei im schalf ernsthaft schlecht gefühlt hat.
trotzdem: manchmal kann die ungnädige uhr ein folterknecht sein und da geht es mir und allen anderen wohl ähnlich und ich denke damals beim bau der pyramiden wars wahrscheinlich nicht anders. die haben sich bestimmt auch den feierabend und mittagspausenbutterbrote herbeigesehent.
den aktuellen debatten folgend, dass wir alle sekundenzeigersklaven sind und früher oder später die hassliebe zwischen dem funktionieren im akkord (da geht sie rum) und der frage danach, dass andere arbeit folgt oder eben keine sondern nur die erkenntnis, dass es schwer geworden ist überhaupt herauszufinden was so geht wenn man denn mal zeit hat und in ruhe und ohne qual den zeiger beobachten könnte. unerträglich gleichfalls, also bitte wieder her mit der qual und der konsequenz nicht hinzuschauen. ab ins bett zum beispiel. glotze an, arschlecken. um es mit eisenpimmel zu sagen.
also kurzum, das ist doof und muss anders. brutale befreiungsschläge wäre da etwas. so richtig mit zeigerverbiegen und die unruh ins wanken bringen bis alles schwibbelt und schwubbelt. es ist doch so. jeder tag ist ein guter tag denn er ist neu und mit jeder sekunde wird neue zeit geliefert und keiner weiss was drin ist.
zeitkapazität ist die menge an möglichkeiten, die in jeder einzelnen sekunde steckt und die ist unendlich. scheissdrauf ist die währung mit der man kapazität bezahlt und je mehr scheissdrauf investiert wird, umso größer ist der abstand zwischen zwei sekunden.

also männer (und fraun) ich eröffne den kampf für eines positive verschwubbelungsbilanz!

1 Comments:

At 10:49 PM, Blogger Michael said...

Sehr cool! Es gibt überhaupt viel zu wenig Basssolos...und jetzt noch einmal: B a sss o l o

 

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